Erdgasvorkommen befinden sich meist an den gleichen Orten wie Ölvorkommen, da die beiden Energieträger und ihr Entstehungsprozess sich stark ähneln. Häufig spricht man von Kohlenwasserstofffeldern, da sowohl Erdöl als auch Erdgas aus verschiedenen dieser Stoffe bestehen.
Der ähnlichen Verbreitung entsprechend findet auch die Suche nach Erdöl und Erdgas weitgehend analog statt. Zunächst wird in jedem Fall aufgrund einer Sichtung von Kartenmaterial und Satellitenbildern eine Auswahl von Orten getroffen, an denen die Fundwahrscheinlichkeit groß erscheint. An diesen Stellen wird dann mit den üblichen Methoden weiter gesucht: Der seismischen, der gravimetrischen, der geoelektrischen oder der erdmagnetischen Suche.
Hauptsächlich wird die seismische Suche verwendet. Diese funktioniert nach dem Prinzip der Reflexion von Schallwellen: Es werden künstlich – meist durch eine Sprengung – Schallwellen erzeugt, die in den Boden eindringen. Da verschiedene Stoffe und Erdschichten die Wellen verschieden reflektieren, kann man aufgrund genauer Messungen der reflektierten Wellen eine Voraussage darüber treffen, ob Erdöl oder Erdgas im Boden vorhanden ist. Diese Art der Suche ist die genaueste und wird deshalb am häufigsten verwendet.
Bei der gravimetrischen Suche wird die – sich von Ort zu Ort leicht unterscheidende – Schwerkraft gemessen und anhand dieser sowie der Gesteinsdichte ermittelt, wie der Boden zusammengesetzt ist. Noch wesentlich seltener werden die geoelektrische und die erdmagnetische Suche verwendet. Bei diesen wird der Boden aufgrund der Messung von Erdströmen beziehungsweise des Magnetfeldes untersucht.
Schließlich wird, falls Gas gefunden wurde, mit Hilfe der Messdaten ermittelt, ob sich die Ausbeute der Lagerstätte überhaupt lohnt. Ist dies der Fall, kann mit der Bohrung begonnen werden.